Corona - Eine Grundhaltung gegenüber Kindern

Diese Zeit wird an Keinem „einfach so“ vorbei gehen, weder an Kindern, noch an Erwachsenen. Wir alle erleben seit vielen Monaten ein Auf und Ab an Ängsten, Erschöpfung und Unsicherheiten. Eltern leisten gerade einen unglaublichen Spagat zwischen Kinderbetreuung, Arbeit und Haushalt.


Dazwischen gibt es schöne Momente mit unserer Familie, engen Freunden und der Natur.

Wie Kinder diese Zeit erleben - wie und wie sehr sie geprägt werden und was in ihnen entsteht, das hängt zu einem großen Teil davon ab, wie Eltern mit diesem Thema umgehen.

Wenn Bedrohungen von außen auf uns einwirken, wie Corona, aber auch zum Bespiel ein leichtes Erdbeben oder ein starkes Gewitter, brauchen Kinder Eltern, die sich sicher sind.


Sicher indem, dass das Ereignis wieder vorbei gehen wird. Sicher in dem, dass sich das Kind beschützt fühlen kann. Je nach Alter helfen hier Gespräche: „Wie geht es dir damit (… dass du deine Freunde zur Zeit nicht treffen kannst?) Wie erlebst du das gerade? Ich kann sehen, dass es dir gerade nicht gut damit geht. Ich möchte dir helfen: Hast du eine Idee, wie?“

Auch Nachbesprechungen sind sehr wichtig: „Wow, das war jetzt aber ein lauter Donner! Hast du dich erschrocken?“, „Deine Geburtstagsfeier musste abgesagt werden, wie geht es dir damit?“. In den Arm nehmen. Sorge selbst dafür, dass DU dich sicher fühlst, dann kannst du deinem Kind das Gefühl geben, dass ES in Sicherheit ist.

Es geht hier um eine gewisse Grundhaltung:

Ja, da draußen ist etwas, was uns bis zu einem gewissen Grad gefährlich werden kann und ja, für mich ist das auch aufregend und ich weiß auch nicht immer, wie ich damit umgehen kann. Aber ich weiß: Ich bin die Erwachsene, ich sorge für dich als Kind. Ich sorge für dich und ich weiß, dass es wieder vorbei gehen wird.


Dein Kind braucht das Gefühl und die Gewissheit: Ich kann jederzeit zu Mama und/oder Papa gehen und ihnen sagen, wie es mir geht und ich werde ernst genommen. Mit all meinen Gefühlen. Diese werden nicht abgelehnt, abgelenkt oder beiseite geschoben. Meine Eltern hören mir zu und sind für mich da.

Dann können Kinder viel aushalten. Wenn sich Kinder an ihren Eltern orientieren und anlehnen dürfen, dürfen wir ihnen viel zutrauen.



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